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Was erwartet sie eigentlich? 5 Jahre Prostitutions-Gesetz Margit Miosga für Kulturradio am 25.1.07 Moderation:
Das Gesetz entstand aus einer Kooperation der rot-grünen Regierung und der Prostituierten Organisationen. Es ist – wie alle Kompromisse – makelbehaftet, aber es legalisiert Prostitution. Es nimmt den kriminellen Makel vom Gewerbe und macht sozialstaatliche Errungenschaften, die für alle Berufstätigen selbstverständlich sind, auch für Huren erreichbar. Dass sich bisher nur 1% der Frauen mit der Berufsbezeichnung Prostituierte versichern lassen, liegt sicherlich nicht daran, dass sie nicht wollen, sondern daran, dass sie es sich um keinen Preis leisten können, als Prostituierte bekannt, erkannt zu werden..... Wegen der Nachbarn, der Familie, vor allem der Kinder. Können Sie sich vorstellen, eine 10jährige kann in der Schule sagen. Meine Mama schafft an? Das Gesetz hatte
nie das Ziel, Frauen zum Aussteigen zu bewegen. Wohin sollen sie auch
aussteigen? Die beruflichen Aussichten sind – mal ganz zurückhaltend
formuliert – nicht sehr verlockend. Das Gesetz
zur Prostitution wurde nicht verabschiedet, um ein moralisches Signal
an die etwa 400 000 Frauen in der Prostitution zu versenden. Nein,
das Gesetz wurde im Geist einer gesellschaftlichen Emanzipation verabschiedet!
Es ist der erste kleine Schritt auf dem Weg zur sozialen Gleichstellung
von Huren in Deutschland. |
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© Margit Miosga